Tag Archives: Made in Germany

schubLaden :: Rendezvous mit der guten alten Zeit

2 Mrz

Was für eine wunderschöne Idee, Fundstücke aus vergangenen Zeiten in zeitgenössischen Möbelstücken wieder aufleben zu lassen!
Franziska Wodicka durchstöbert Trödelläden und Flohmärkte, um besonders hübsche Exemplare alter Schubladen ausfindig zu machen. Diese werden dann zum Sinngeber neuer Entwürfe: raus aus dem verstaubten Gewand und rein in einen modernen Korpus aus lackiertem MDF oder geöltem Vollholz geschoben. Jedes Möbelstück ist ein Unikat und geprägt von seinen ganz persönlichen Erinnerungen. Egal, ob für Küche, Bad, Diele, Wohn- oder Schlafzimmer.. Von Klein bis Groß ist alles möglich.
Entdecken kann man diese Schmückstücke online oder im schubLaden in Berlin-Kreuzberg.

schubLaden Möbelunikate . Berlin

Nun ist Berlin zum Glück ja nur ein Katzensprung von Hamburg entfernt. So komme ich sicher bald in den Genuss, mir ein Möbelchen live auszusuchen. Auja!

Verführerische Masche

21 Jan

Nun, ich kann es einfach nicht lassen. Irgendwie scheine auch ich das Gen der “Jäger und Sammler” in mir zu tragen. In fremden Städten, auf Messen oder in Hochglanzmagazinen schaltet sich automatisch mein feinjustierter Scanner nach besonders schönen Dingen ein. So geschehen in Zürich, als ich letzten November auf der “Blickfang” herumstreunte (ich habe bereits berichtet).
Eine Perle, die ich entdeckte, ist die Modedesignerin Tina Miyake aus Düsseldorf.
Ihr Stil ist sehr feminin – weiche fließende Linien mit fernöstlichen Elementen. So kombiniert sie gestrickte und gewebte Stoffe und ist dabei sehr konsequent, was den Umgang mit den typischen Eigenschaften dieser Techniken angeht. Während die gewebten Stoffe durch ihren Schnitt klare Akzente setzen, werden die gestrickten Elemente niemals geschnitten, sondern direkt dreidimensional in Form gestrickt – mit so wenig Nähten wie möglich – um der Natur des Strickens gerecht zu werden. Ein sehr aufwendiger Prozess, den nicht viele beherrschen.
Tina hingegen weiß sehr genau, was sie tut und kreiert dabei Mode, die sich perfekt an den Körper formt. Beinahe wie eine zweite Haut.
Ich muss es schließlich wissen, denn ich habe mich gleich auf den ersten Blick in diesen Traum von Kuscheljacke verliebt:
Die Wickel-Kapuzenjacke von Tina Miyake.. ..ein Traum!
Dieser Blick spricht Bände – mehr muss ich wohl nicht sagen, gell?
Wer selbst mal ein bisschen schwelgen möchte, sollte Tina unbedingt in ihrem Showroom in Düsseldorf besuchen.

Herbst . Winter 2008/09 - Tina Miyake Herbst . Winter 2008/09 - Tina Miyake

Tina Miyake .
SHOWROOM
Ackerstr. 39
40233 Düsseldorf

Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag 11 – 19 Uhr
Samstag 11-14 Uhr
www.tinamiyake.de

Merinoschäfchen zählen

8 Nov

Nun ist sie also da, die schmuddelige Jahreszeit. Grau in Grau zeigte sich der Hamburger Himmel in den letzten Tage leider viel zu häufig. Macht nichts, schließlich hat man dann eine gute Ausrede, sich zu Hause einzukuscheln, und gar nicht erst den Fuß vor die Tür zu setzen. Und für den Fall dass man gar nicht drumherum kommt – schließlich möchte man ja nicht komplett vereinsamen – ist alles nur eine Frage der richtigen Kleidung! *)
Neulich habe ich das Designerpaar Catrin Krause und Holger Grabowsky kennengelernt. Ihre Marke: “Uppercase”. Innerhalb nur eines Jahres haben sie Unglaubliches vollbracht, nämlich die Vision ihres eigenen Produkts – weiche Schals aus feinster italienischer Merinowolle mit eingestrickten eigenen Grafiken - haptisch erlebbar gemacht. Die nun im Herbst 2008 im Handel erhältliche Kollektion umfasst eine hübsche Vielfalt an leuchtenden Farben und grafischen Designs. Nicht ganz ohne Augenzwinkern sind ihre Entwürfe. Das machst sie grade so spannend, wie ich finde – man spürt die Liebe zum Detail und die tiefe Freude am Produkt. Es versteht sich von selbst, dass die Schals komplett in Deutschland gefertigt werden.
“good old lace . merci, coco . soul brother”  by uppercase
Die vollständige Kollektion seht ihr hier: www.uppercase.de
… und, wenn ihr ganz lieb “Bitte, bitte!” sagt, dann auch demnächst bei mir im Laden.. ;)

*) Ich geb´s zu, dieser Satz ist NICHT auf meinem (Stichwort: Miss “StetsVerfroren”) Mist gewachsen..

Filz pur

10 Okt

Nun ist es ja so, dass der Hype um Filz als solches nichts Neues ist. Eine Zeit lang konnte man sich ja fast nicht mehr retten vor Filzuntersetzern, Filztaschen in allen Farben und Größen und kleinem Schnickschnack aus handgefilzten Blüten… Das hat sich gottseidank wieder etwas gelegt. Die Produkte, die diese Tsunamiwelle an Filzkreationen überstanden haben, überzeugen daher umso mehr! Übrig geblieben ist Filz als edler Werkstoff: faszinierend vielseitig einsetzbar und ein absoluter Klassiker. Das beweisen die drei Designerinnen, die ich euch heute vorstellen möchte.

1.* MEIKE BÖHME aus Potsdam: Vielen sind ihre Entwürfe längst bekannt, weil ihre kalte Füße bereits von Meike´s Puschn umschmeichelt werden. Der Firmenname ist Programm. Ollen Hausschuhen wurde vor mehr als 5 Jahren mit der ersten Kollektion an “Puschn” der Kampf angesagt. Und das sehr erfolgreich. Das Sortiment wächst stetig, jedes Jahr kommen neue Modelle und Farben hinzu. Der Puschn der ersten Stunde, der “Berliner” wurde sogar bereits für sein Design prämiert. Sein Name ist eine Hommage an die Herkunft des Puschn: Meike entwirft in Berlin und Potsdam und lässt die Puschn in kleinen ostdeutschen Familienbetrieben anfertigen. “Puschn – made in Germany” eben!
© Designmeisterei Puschn, Berlin
2.* MIA CULLIN aus Stockholm: Mia´s Entwürfe sind poetisch. Die Interiordesignerin hat wahrlich ein Händchen, Räume in weiche fließende Formen zu verwandeln. Sie experimentiert gerne mit Formen und Handwerkstechniken. Die Ergebnisse sind daher oftmals nicht nur ästhetisch, sondern auch sehr raffiniert. Ein Beispiel: Im Moment ist “Loop” leider noch ein Prototyp: die schmalen Filzstreifen, die wie überlebensgroße Gräser von der Decke hängen, bilden einen saftiggrünen Raumteiler. Hier kommt sicher keiner mehr auf die Idee, Filz mit “bieder” oder “ewig oft schon gesehen” in Verbindung zu bringen..
© Mia Cullin / Fotos: Mathias Nero

3.* RONEL JORDAAN aus Johannesburg: erst kamen Kiesel, viele kleine graue Kiesel – vor etwa einem halben Jahr, als Neuzugang ins Sortiment bei mir im Laden. Und bevor ich mich versehen konnte, war ich ihrem Bann erlegen! Im September habe ich Ronél nun persönlich kennengelernt und sie sofort in mein Herz geschlossen! Den Feinsinn, den sie beim Umgang mit Materialien beweist, strahlt sie als Mensch zu 100 Prozent aus. Hinter ihrer Arbeit steckt sehr viel mehr als nur Gestaltung: seit beinahe drei Jahrzehnten ist sie nun schon als Textildesignerin tätig. Ihre größte Inspiration zieht sie aus der Natur. So entstanden vor einigen Jahren die ersten großformatigen handgefilzten Steine, die als Raumobjekt, Sitzgelegenheit oder Kissen verwendet werden können. Jeder Stein ein Unikat, täuschend echt in der Erscheinung. Ronél setzt auf Nachhaltigkeit. Sie fördert das traditionelle Kunsthandwerk in Südafrika und arbeitet in Form eines Sozialprojekts mit einer Gruppe von Frauen und Straßenkids zusammen. Aus Überzeugung. Mit überzeugendem Erfolg.

Kiesel & Steine © Ronél Jordaan, Johannesburg

Mein Fazit: Trends kommen und gehen. Aber Filz bleibt ganz klar mein Favorit!

Muttermilch

29 Jul

Der weiße Kreide- Schriftzug “Jetzt neu: Liebmilch Eis!” auf den großen Schiefertafeln vor den Schaufenstern hat heute morgen meine Neugierde geweckt. Es zog mich förmlich in den Laden von “Mutterland“, der hier in der Nähe vom Hauptbahnhof im November letzten Jahres eröffnete.
Schlagartig stellt sich bei mir genau dieses Gefühl ein: das warmigwohle Bauchgefühl, wenn man daheim ist. Denn, sind wir mal ehrlich: niemand verwöhnt einen mit so viel Liebe & kocht so lecker wie Mama..
MUTTERLAND ist eine Oase der Köstlichkeiten – alles liebevoll ausgewählt und dekoriert. In den raumhohen Regalen aus dunklem Holz entdecke ich fein aufgereiht nostalgische Gläschen mit Erdbeersenf und handgerührte Marmeladen – die Kühltheke bietet neben Wurst und Käse vom Biobauern auch verlockende Kuchen und Confiserie. Zugegeben, wie jeder Delikatessenladen haben auch hier die fein verpackten Köstlichkeiten ihren Preis, aber für das warmigwohle Zwicken in der Magengegend nehme ich das gerne in Kauf. Heute. Ausnahmsweise. Und so habe ich mir in heimatlicher Sentimentalität einen bayerischen Kirschstrudel einpacken lassen und ihn soeben genüsslich zelebriert! hmmmmm!

Mutterland HamburgBayerischen Kirschstrudel im Bauch!
Mutterland Made in Germany
Ernst- Merck- Str. 9/ Ecke Kirchenallee
20099 Hamburg
täglich geöffnet