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Im Schwarzwald erster Schnee…

20 Okt

…dann wird´s wohl auch bei uns nicht mehr lange dauern, bis Väterchen Frost ans Fenster klopft. Brr! Aber langsam freu ich mich sogar schon auf kuschelige Winterabende zu Hause und fange an, mich auf die wirklich kalte Jahreszeit einzustimmen. Für überladenen Weihnachtskitsch bin ich ja so gar nicht zu haben (Heiligabend mal ausgenommen!) – umso mehr entzücken mich daher die zarten handgeschöpften Schneeflocken aus Washi-Papier, mit denen man sich sein ganz persönliches Winterwonderland an die Fensterscheibe zaubern kann!

Wenige Spritzer Wasser genügen, dass die flauschigen Papierfasern auf Glasflächen (also auch auf Glaskaraffen, Windlichtern, etc.) haften bleiben. Überschüssiges Wasser wegtupfen, fertig! Und der Clou: die Schneeflocken lassen sich im getrockneten Zustand auch wieder unbeschadet von der Scheibe lösen und im nächsten Winter neu verwenden. Herrjeh, wie oft habe ich als Kind erfolglos versucht, Eiskristalle für die Ewigkeit zu bewahren… nun endlich wurde mein Wunsch erhört! 😉

Natürlich sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, wie die Schneeflocken außerdem verwendet werden – als Mobile, Tischdeko, Geschenkanhänger, und, und, und…
Zum Schluss noch ein kleiner Blick hinter die Kulissen gefällig? Das Entstehen jeder einzelnen Flocke (wohlgemerkt im Hochsommer!) ist eine wahre Kunst, die aus dem traditionellen Handwerk des japanischen Papierschöpfens entwickelt wurde.

Neugierig geworden? Hier gibt´s die Schneeflocken zum Bestellen.

hideki iinuma

24 Jun

Alle Jahre wieder werde ich sehnsüchtig nach den Skulpturen von Hideki Iinuma. Vielleicht sollte ich doch mal anfangen, im Lotto zu spielen..

Kettensäge und Fingerspitzengefühl

24 Jul

… und eine gehörige Portion Talent und Schöpferkraft bedarf es, um diese Schönheiten aus einem Stück Stamm zu befreien.
Sechs Jahre ist es mittlerweile her, dass ich durch Zufall an der Japan- Galerie von Cornelius Pleser in München vorbei geschlendert bin, und mein Blick an den Skulpturen von Hideki Iinuma haften blieb. Seither verfolge ich seinen Werdegang mit großer Neugierde und Faszination. Seine mädchenhaften Frauen – mal unschuldig und engelsgleich, mal selbstbewusst und obszön  – sie haben mich einfach in ihren Bann gezogen. Wie Hideki, inzwischen Anfang 30, es schafft, diese Ausdruckskraft und Lebendigkeit einem „toten“ Baum zu entlocken, ist mir ein Rätsel. Jedenfalls hoffe ich, dass er auch in den nächsten Jahren die Kettensäge schwingt, damit ich mich immer wieder auf´s neue in seine Arbeiten verlieben kann…

Hideki Iinuma studierte in Karlsruhe, Nantes, Mailand und Kopenhagen – lebt und arbeitet derzeit in Japan (Tokio)